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Morpho/Himmelsfalter

(Morpho peleides)

Zu Hause ist dieser Falter in Mittelamerika, Kolumbien und Venezuela.

Das Auffallende sind die Innenseiten der Flügel und gaben ihm auch den deutschen Namen „Himmelsfalter“. Die Raupe des blauen Morphofalters braucht vier Monate für ihre Entwicklung und ist sehr schmal. Ihre kräftige Kopfbehaarung ist ein besonderes Erkennungsmerkmal. Der fertig entwickelte und geschlüpfte Falter lebt dann noch einmal ca. 14 Tage.

Raupenfutterpflanzen sind Schmetterlingsblüter (Fabcidae)- Juckbohne (Mucuna pruriens), Pterocarpus- Arten und Blätter des Puderquastenstrauchs.

Das Geheimnis des Schillerns …

Die Antwort liegt im Mikrokosmos, denn erst die kleinsten Strukturen der Flügel zeigen das Geheimnis der blau schillernden Farbe. „Normale“ Schmetterlingsflügel sind mit Schuppen bedeckt, in denen sich Farbpigmente befinden. Die Morphofalter haben zwar auch Schuppen, in denen lässt sich aber kein einziges Farbpigment finden. Das brillante Blau wird allein durch einen optischen Trick erzeugt. Bei näherer Betrachtung unter dem Mikroskop kann man auf der Oberfläche der Schuppen unzählige kleine Rillen erkennen. Stark vergrößert haben diese das Aussehen kleiner Tannenbäume, die sich aneinander reihen.

Durch diesen Effekt verhalten sich die Schuppen im Verband wie unzählige kleine Spiegel, die das Licht in einer bestimmten Wellenlänge zurückwerfen- dies erscheint uns dann blau. Dieser Trick führt auch dazu, dass die Farbe nicht ausbleichen kann- denn es ist ja keine Farbe. So bleibt die Färbung eines Präparates bei guter Lagerung bestehen und ist in 100 Jahren noch genauso strahlend wie zu Beginn, und das bei einem Falter der nur 2 Wochen lebt- verschwenderische Natur.