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Die Banane und der Mensch

Die Banane ist für den Menschen ein sehr wichtiges Nahrungsmittel.

Man unterscheidet zwischen Kochbananen und Dessert- oder Obstbananen. Die Dessertbanane wird für den Export in großen Plantagen in Monokultur angebaut. Weltweit werden ca. 80 Mio. t. Dessertbananen geerntet. In Deutschland ist die Banane nach dem Apfel die am häufigsten verzehrte Obstsorte. Da die Banane reif nicht transportierbar ist, muss sie unreif (grün) geerntet werden. Die Frucht hat die Fähigkeit, nach der Ernte auszureifen. Damit dies nicht beim Transport geschieht, werden die Bananen in Klimakammern bei ca. 13° gelagert. Ist es zu kalt (unter 12°), werden die Früchte braun. Nach dem Entladen kommen die Bananen in Reifekammern bei einer Temperatur von ca. 17°. Damit die Bananen gleichzeitig reif werden, leitet man zum Beginn das Gas Ethen (Ethylen) ein. Dies ist ein Phytohormon und beschleunigt die Reife. Nach 4 bis 8 Tagen ist die Banane dann für den Verkauf bereit.

Die Kochbanane ist in Deutschland nahezu unbekannt, hat aber in tropischen Ländern eine der Kartoffel bei uns vergleichbaren Stellenwert. Sie ist roh nicht genießbar und muss entweder gekocht, gebraten oder gegrillt werden. Der Anbau wird nicht im großen Stil betrieben, wie bei der Dessertbanane, sondern meist von Kleinbauern in Subsistenzwirtschaft (Eigenversorgung). Der Weltertrag liegt bei ca. 33 Mio. Tonnen.

Bei den in Indonesien verbreiteten Faserbananen (Musa textilis), auch Abaka genannt, werden die so genannten Manilafasern der Blattscheiden zu Netzen, Tauwerk und Garnen verarbeitet. 

Neben der reifen Banane gibt es noch andere Bananenprodukte, die allerdings in Deutschland noch nicht weit verbreitet sind. So gibt es Bananenchips, Marmelade, Dörrbananen, eingemachte Bananen, Bananenmus, Bananensauce.

Unreife Bananen enthalten ungekocht schwer verdauliche Stärke, die erst durch den Reifungsprozess zu Frucht-, Trauben- und Rohrzucker umgewandelt wird. Reife Bananen dagegen enthalten nur 1–2 % Stärke und sind daher sehr leicht verdaulich und deshalb auch als Krankenkost geeignet.

Neben ihrer Eigenschaft als guter Energiespender enthalten Bananen auch sehr viel Kalium. Daher werden Bananen Patienten empfohlen, die an Kaliummangel leiden, der sich in Muskel-, Nerven- und insbesondere Herzproblemen äußern kann.Wegen ihrer leichten Verdaubarkeit eignen sich Bananen bei der Behandlung von Darmbeschwerden wie zum Beispiel Durchfall. Ungewöhnlich an Bananen ist, dass sie auch bei Verstopfung wirken.

Wissenswertes über die Banane

Warum sind Bananen bei Läufern so beliebt? Wie viel Bananen essen die Deutschen? Und natürlich: Warum ist die Banane krumm? Die Schmetterlingsfarm verrät alles, was man über die Urform des Müsliriegels wissen muss.

  1. Bananen sind ein Gute-Laune-Obst. Grund: Die Frucht enthält den Neurotransmitter Serotonin, der in unserem Gehirn die Produktion des Glückshormons Endorphin anregt. Manche Läufer kennen Endorphin aber nicht nur vom Bananenessen, sondern durch das Runner's High.
  2. Bananen sind bei Sportlern besonders beliebt, da sie viel Magnesium und Kalium enthalten. Magnesium beugt Krämpfen vor, Kalium gehört zu den wichtigsten Elektrolyten der Körperflüssigkeit und ist für die Steuerung der Muskeltätigkeit mitverantwortlich. Außerdem sind Bananen sehr leicht verdaulich, der Körper spart beim Sport Energie.
  3. Bananen vertreiben auch das Kater-Gefühl "am Morgen danach". Alkohol schwemmt nämlich die Mineralstoffe Magnesium und Kalium aus dem Körper.
  4. Die kurzkettigen Kohlenhydrate liefern dem Körper neue Energie bei kurzen Kraftanstrengungen, wie Sprints, oder einer Durchhängephase. Die langkettigen Kohlenhydrate sorgen dafür, dass bei Ausdauersportarten der Körper über einen längeren Zeitraum mit Energie versorgt wird.
  5. Um an die Kohlenhydrate zu kommen, muss die Banane zuerst zerlegt, verdaut und aufgenommen werden. Dieser Prozess nimmt beim Laufen eine längere Zeit in Anspruch, denn der Magen-Darm-Trakt wird weniger durchblutet und ist deswegen unteraktiv. Deswegen machen Bananen und andere komplexe Kohlenhydratquellen wenig Sinn für schnellere Läufer, die drei Stunden oder weniger benötigen: Die Kohlenhydrate werden erst im Ziel in die Muskel gelangen.
  6. Weltweit gibt es etwa 100 verschiedene Bananensorten. Davon sind jedoch nur ein paar Sorten für den Bananen-Exporthandel geeignet.
  7. Obstbananen, die bei uns im Handel sind, kommen meistens aus Ecuador, Costa Rica, Kolumbien, Honduras, Panama, Guatemala oder von den Philippinen.
  8. Die Früchte sind reich an diversen Vitaminen (Vitamin A und C), Mineralstoffen (insbes. Phosphor, Eisen, Kalium, Magnesium, Mangan, Kupfer), Zucker und Ballaststoffen.
  9. Das Wort Banane stammt aus dem Arabischen. "Banan" heißt dort Finger. Die Früchte bilden Büschel aus "Händen" mit zahlreichen krummen "Fingern".
  10. Die Banane ist krumm, weil ihre Finger der Sonne entgegen wachsen, sobald die Blütendeckblätter abfallen. Dadurch bekommt die Banane ihre typische, gebogene Form.