Schnecken/Muscheln

Schnecken (Gastropoda) gehören zu den Weichtieren (Molluscen) und sind die einzige Klasse der Weichtiere, die sich nicht nur im Meerwasser angesiedelt haben, sondern auch den Weg ins Süßwasser und an Land gefunden haben.

Schnecken variieren in ihrer Körpergröße von unter 0,5 mm (Omalogyridae) bis 75 cm (Aplysia vaccaria). Die Schnecken sind die erfolgreichste Tierklasse bei den Molluscen mit 60.000 bis 80.000 Arten.

Fossile Schnecken sind seit dem Kambrium (530 Mio Jahre) bekannt. Die ersten Landschnecken tauchen schon in der Trias (230 Mio Jahre) auf.

Man unterscheidet zwischen Vorderkiemer, Hinterkiemer und Lungenschnecken und eine andere offensichtliche Einteilungsmöglichkeit ist - Schnecken mit Gehäuse und die ohne (Nacktschnecken).

Riesenmuschel (Mördermuschel) (Tridacna)

Sie ist die größte aller bekannten Muschelarten, kann bis 140 cm groß werden und eine Körpermasse von 500 kg erreichen. Sie lebt in indo-pazifischen Korallenriffen und ist wegen Überfischung und Umweltverschmutzung gefährdet. Um diese Muschelart ranken sich verschiedene Mythen. So weist der Name Mördermuschel darauf hin, dass ihr – fälschlicherweise - nachgesagt wird, sie schnappe nach Tauchern und anderen Lebebewesen und halte sie unter Wasser. Die Schließbewegung der Muschel ist ziemlich langsam. Im asiatischen Raum glaubt man an eine aphrodisierende Wirkung beim Verzehr des Schließmuskelfleisches, daher sind die Bestände durch Überfischung bedroht.Ein tödlicher Unfall ist 1930 auf den Philippinen dokumentiert. Nachdem ein Perlmuscheltaucher vermisst wurde fand man ihn später mit der Hand eingeklemmt in einer 160 kg schweren Riesenmuschel. Nach der Bergung fand man in seiner Hand eine große Perle, welche offensichtlich von der Muschel stammt. Der Versuch, die Perle zu entnehmen verlief tödlich.